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Die Abschaffung des Gymnasiums durch die Hintertür muss verhindert werden!
Das Gymnasium ist die erfolgreichste Schulform in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Bei den internationalen PISA-Studien schneidet es regelmäßig hervorragend ab. Mittlerweile wählen über 40 Prozent der Grundschulabsolventen das Gymnasium als weiterführende Schule.
Das Gymnasium in seiner heutigen Form als leistungsorientierte, dem humanistischen Bildungsideal verpflichtete Schulform muss deshalb in Rheinland-Pfalz erhalten bleiben. Es muss auch gegen eine „Entkernung“ geschützt werden: Wenn Gymnasien jeden aufgenommenen Schüler unabhängig von seinen Leistungen zu einem Abschluss führen müssen und ein Sitzenbleiben nicht mehr möglich ist, dann ist das nichts anderes als die Abschaffung dieser Schulform durch die Hintertür.
Das Gymnasium muss in die Verfassung!
Der einzige Weg, das Gymnasium und die bestehende Schulstruktur in Rheinland-Pfalz auch über die Landtagswahl hinaus abzusichern, besteht in einer Änderung der Landesverfassung.
Die FDP-Landtagsfraktion hat deshalb einen Gesetzentwurf eingebracht, der die bestehenden Schulformen mit ihren unverzichtbaren, das Wesen der jeweiligen Schulart prägenden Merkmalen in der Landesverfassung festschreibt. Mit einer solchen Verfassungsänderung wird im Sinne des Schulfriedens sichergestellt, dass weitere Veränderungen der bestehenden Schulstruktur künftig nur noch mit verfassungsändernder Zweidrittel-Mehrheit und damit im breiten gesellschaftlichen Konsens beschlossen werden können. Für die SPD ist dies ein Lackmustest für ihre politische Haltung zur bestehenden Schulstruktur mit dem Gymnasium.